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Fünf sehr gute Gründe, warum wir uns beim Innenausbau unseres Campers für IKEA Möbel aus dem Programm PLATSA entschieden haben

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  • Beitrags-Kommentare:8 Kommentare

Im Vorfeld hatte ich viel darüber gelesen, dass man kein IKEA bzw. normales Möbel verwenden soll, da zum einen Pressspanplatten zu schwer sind und das Gesamtgewicht vom Fahrzeug dann unnötig in die Höhe treiben würden. Zum anderen lösen sich bei Pressspanplatten durch die Fahrt sowie Bremsvorgänge die Schrauben im ausleiernden Pressspanholz.

Umso erstaunter war ich, als ich einen Camper von einem Nachbarn in der Straße angesehen hatte. Er hatte alles mit IKEA Möbel ausgebaut und mir auch dazu geraten. Bei meiner Recherche stellte ich fest, dass das IKEA Möbel nur am Randbereich der einzelnen Möbelplatten mit Holz versehen ist und der Innenaufbau aus Karton, der ähnlich einer Wabe angeordnet ist und somit die notwendige Stabilität bringt. Hauptvorteil ist aber bei dieser Technik, dass das Gewicht extrem reduziert wird.

Damit ist das IKEA Möbel sehr in meinen Fokus für den Ausbau unseres Campers gerückt. Ein weiterer Pluspunkt für das IKEA Möbel war in unserem Fall der, dass das Möbelprogramm PLATSA perfekt für uns geeignet war. Sowohl der Schrank mit den Maßen 80 cm breit, 55 cm tief als auch der 60 cm breit und 40 cm tief konnten fast 1:1 übernommen werden. Lediglich die Höhe des Möbelprogramms mit 120 cm ist für uns zu hoch. Wir wollen auf den drei Elementen jeweils eine 4 cm starke Küchenplatte in schwarzer Marmor-Optik anbringen. Das wäre mit 120 cm Höhe viel zu hoch.

Daher habe ich die Korpusse so umgearbeitet, dass diese alle auf 90 cm in der Höhe gekürzt wurden. Die Kürzung habe natürlich unten vorgenommen, sodass oben weiterhin alles schön weiß bleibt 😉

Im nachfolgenden Bild seht ihr, wie das Möbelholz innen nach dem Sägen aussieht. Karton-Stege bilden dabei die Innenfüllung und stabilisieren die Platte in sich.

1. Leicht

Aus meiner Sicht ist das IKEA Möbel durch diesen Aufbau super leicht und somit sehr gut für den Innenausbau eines Campers geeignet.

2. Robust

In sich ist das IKEA Möbel robust und meiner Meinung nach, sind die Befestigungspunkte zueinander so ausgelegt, dass das Möbel Bewegungen während der Fahrt etc. ganz gut mitmachen kann.

3. Schnell

Dank des fertigen Möbelprogramms muss man sich nicht um den eigentlichen Bau von Möbeln kümmern. Das System ist extrem flexibel und so können einfach und sicher viele Zusammenstellungen vom Innenleben erzeugt werden. Schubladen, Schranktüren lassen sich rasch und einfach sowie standardisiert umsetzen.

4. Günstig

Bei den aktuellen Preisen von Pappelsperrholz oder vergleichbarem Material, ist das IKEA Möbel eine willkommene und günstige Alternative.

5. Optik

Abschließend möchte ich noch die Optik erwähnen. Wir müssen bei den fertigen Elementen von IKEA nichts schleifen, nicht lackieren und haben trotzdem eine tolle Optik, die uns gefällt. Auch Sichtseiten wie hier im direkt nachfolgenden Bild können entlang einer Kontur wie Schiebetür-Holm sehr einfach hergestellt werden.

Dank Planungstool auf der IKEA Seite, kann man sein Möbel für den Camper Ausbau ganz individuell und passgenau zusammenstellen. Die eigentliche Anpassung an die eigenen Gegebenheiten muss man dann später mit dem Werkzeug erzeugen.

Das Planungstool ist unter folgendem LINK zu finden:
https://www.ikea.com/de/de/planners/platsa-planner/

Marco

Abenteurer, Ultra-Läufer, Python Entwickler, IT-Spezialist

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Konstantin König

    Hi,

    Wie habt ihr das Ikea Möbelstück, welches in die Schiebetür ragt von hinten verkleidet?

    Beste Grüße
    Konstantin

    1. Marco
      Marco

      Hallo Konstantin. Wir haben genug Platz bzw. genau so viel Platz zwischen Möbelstück (Rückwand) und Schiebetür, dass wir, bevor die Arbeitsplatte darauf kam, einfach auch aus einem IKEA Seitenteil von dem Möbelprogramm ein Brett exakt entlang der Kontur der Türöffnung angefertigt haben. Ich habe dir mal ein Bild dazu gepackt.

      Bild Rückwand Sichtseite

    2. Marco
      Marco

      Ich habe dir gerade den Artikel auch noch um ein paar Bilder ergänzt. Hoffe das hilft dir weiter.

  2. Andreas Steiner

    Hallo Marco,

    EurenBlog habe ich sehr aufmerksam gelesen. Da ich seit Okt. 2024 ebenfalls einen MK 6 aus 2014 L3H3 als Sonder Kfz Rollstuhltransport des Deutschen Roten Kreuz mit Vollverglasung erworden habe, möchte ich auch Euren Grundriss mit ein paar Abwandlungen übernehmen.

    Die Möbel der IKEA Serie halte ich ebenfalls für sehr gut geeignet. Aber welchen Typ habt Ihr denn bei den Hängeschränken verwendet? Die konnte ich leider nicht finden!

    Danke schon einmal im Voraus für die Beantwortung!

    Viele Grüße aus Wuppertal

    Andreas

    1. Marco
      Marco

      Hallo Andreas. Erstmal Danke für Dein Feedback 🙂 also die Hängeschränke sind aus der selben Serie. Ich suche das aber sicherheitshalber raus. Schick mal deine EMail Adresse an Kister.marco@googlemail.com dann schreibe ich dir das noch mal genau – viel Spaß und Erfolg schon mal beim Ausbau-Start

    2. Marco
      Marco

      Hallo Andreas. Ich habe gerade mal nachgesehen. Also die Korbuse sind normal im Platsa Plana vorhanden. Die Artikel-Nummer wäre 303.309.71

  3. Heiner

    Hallo Marco,
    gefällt mir sehr wie du die IKEA Möbel integriert hast. Ich hatte IKEA auch schon im Auge, aber wieder verworfen weil ich glaubte der Korpus besteht aus Pressspan-Platten. Jedoch dein Sägeschnitt zeigt die Wabenstruktur.
    Aber ich habe noch einige Fragen und es wäre super wenn du mir antworten kannst.
    1. Bist du nach einem Jahr mit den IKEA Möbeln noch zufrieden? Würdest du es wieder machen?
    2. Auf welche Tiefe hast du die Oberschränke gesägt?
    3. Hast du bei den Oberschränken die Türen belassen oder umgearbeitet auf Klappen die nach oben schwingen?
    4. Die Trennwand zur Dusche. Hast hier einen PLATSA Schrank umgearbeitet?
    Herzliche Grüße vom Bodensee
    Heiner

    1. Marco
      Marco

      Hallo Heiner. Gerne beantworte ich Deine Fragen 😉
      Zu 1: Es sind ja inzwischen zwei Jahre, bei denen wir Erfahrung mit dem Ikea Möbel sammeln konnten und wir haben schon einige Touren, die doch recht hohe Anforderungen an Fahrzeug und Innenausbau was Erschütterungen und Kurven etc. angingen z.B. Korsika oder Slowenien… Nach wie vor würde ich sofort wieder die Ikea Schränke verwenden. Sie sind immer noch stabil und bewegen sich nicht in sich (also der Korpus verzieht sich nicht). Für meinen Ausbau war es die richtige Entscheidung.
      Zu 2: Die Hängeschränke habe ich hinten komplett schräg abgesägt. Nagel mich jetzt bitte nicht fest. Original waren, die glaube ich 45 cm in der Tiefe. Einerseits habe ich diese bewusst etwas nach hinten gegenüber den Schränken gesetzt, um mehr Raum und Kopffreiheit etc. zu erzeugen. Unten müssten die in der Tiefe somit ca. 30 haben. Oben ergibt sich bei mir aufgrund der Fahrzeugschräge.
      Zu 3: Richtig, die Klappen schwingen nach oben. Dazu habe ich die mitgelieferten Scharniere genutzt und neue Taschen ausgefräst. Alle Schränke und Schubladen habe ich dann mit diesen Schnellverschlüssen versehen, die sich versenken.
      Zu 4: Nein, die Dusche habe ich, was Rückwand, Seitenwände und Vorderwände angeht, komplett aus Pappelsperrholz gebaut. Hier musste erst die Rückwand angebracht werden, in genau der Biegung der Karosseriewand. Dann habe ich die linke Seitenwand angepasst zur Biegung und an Schrankelement, Boden und Decke fixiert. Erst danach kamen übrigens die Hängeschränke (also zum Schluss), da ich diese an der Decke und eben dieser Pappelsperrholzwand befestigte. Die Tür, wie Du auf meinen Bildern im Camper-Ausbau Tagebuch sehen kannst, auf dem Blog ist aus einer Doppelstegplatte und Alurahmen gebaut. Ich hoffe, Du hast mein Camper Ausbau-Tagebuch auf meinem Blog auch entdeckt. Hier siehst Du den Bau von Grund auf eigentlich aller Elemente. Wenn Du weitere Fragen hast – sehr gerne melden 😉 Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Fragen beantworten.

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