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Unsere Camper Elektrik im Detail – nun mit EBL 211 von Schaudt sowie zwei LiFePo4 100Ah Akkus

Wer mein Camper Ausbautagebuch gelesen hat, weiß, dass ich relativ schnell einen Elektroplan erstellt hatte. Mit zunehmendem Wissen und auch immer neuen Herausforderungen und Problemen. Wird man jeden Tag schlauer und die Sicht auf die Dinge klarer. Basierend auf dem neu hinzugewonnen Wissen, sieht meine aktuelle Planung wie folgt aus. Kern der Camper Elektrik wird der EBL 211 von Schaudt. Dieser übernimmt die wesentlichen Bereiche der 12V Versorgung im Camper. Von der Absicherung über automatische Umschaltungen zwischen Fahrzeugbatterie und Wohnraumbatterie sowie Überwachung der Füllstände übernimmt dieser nun alle wichtigen Funktionen. Ein Gerät, dass viele Bausteine in einem geschickt und ordentlich kombiniert.

Mit dieser Planung verfügen wir somit über Landstrom, Photovoltaik und Lademöglichkeit über die Lichtmaschine. Ganz gut ist die Lösung von Schaudt in Bezug auf unseren 12V Kühlschrank. Auch hier wird automatisch zwischen Fahrzeug- und Wohnraumbatterie geschaltet. Je nachdem, ob eben der Motor läuft oder nicht.

Da mein Ford Transit Model 2006 kein D+ an einer für mich abgreifbaren Position bereitstellt. Habe ich mich entschlossen, einen Votronic D+ Pro Simulator zu verbauen. Dieser wird direkt am Motorblock angebracht. Der Sensor erkennt, wenn der Motor läuft anhand der Eigenschwingung und simuliert zum EBL 2011 ein D+ Signal. Parallel erkennt er den Ladestrom etc. Alle Probleme in Bezug auf D+ Signal somit theoretisch gelöst 😉

Später wird es hier nach der Installation ausführliche Bilder und Beschreibungen geben. Auch ist geplant, Videomaterial über meinen YouTube-Kanal zur Verfügung zu stellen.

Aktueller Elektroplan

Der EBL 211 von Schaudt kann zwar bedingt mit LiPoFe4 Akkus umgehen. Aber sowohl Ladestrom als auch die nicht zu 100 % kompatible Ladung haben mich dazu veranlasst ein separates Ladegerät für LiPoFe4 Akkus zu installieren. Entsprechend wird der EBL 211 nicht mehr mit 230V versorgt und dient nur als Verteiler und Sicherungssystem mit Bedienpanel. Zum Einsatz kommt bei mir für das Laden der 2 x 100Ah LiPoFe4 Akkus ein BlueSmart IP67 von Victron. Nachfolgend der aktuelle Aufbau.

Mit dem neuen Setup bzw. speziell im Bereich Wechselrichter wollte ich die VDE einhalten und habe somit nur eine einzige Steckdose direkt am Wechselrichter. Somit ist die galvanische Trennung sichergestellt! Speziell in diesem Punkt sollte sich jeder sehr genau informieren und wissen, was er tut. Sowie ich Landstrom habe, werden alle anderen Steckdosen mit 230V Spannung versorgt. Aktiviere ich den Wechselrichter, wird nur die an diesem angeschlossene Steckdose über die Batterien ebenfalls versorgt. Wer nach dem Wechselrichter mehr als eine Steckdose anbringen möchte, muss hier einige wichtige Punkte beachten und sich auch wie gesagt sehr gut informieren und darf auf keinen Fall einen zusätzlichen FI/LS nach dem Wechselrichter vergessen! Zudem wird eine spezielle FI/LS Lösung benötigt, die garantiert auslöst, da kein richtiger PE bzw. Erde vorhanden ist! Das ist genau der Punkt, warum ich hier absolut kein Risiko eingehen wollte und nur eine Steckdose direkt am Wechselrichter betreibe.

Marco

Abenteurer, Ultra-Läufer, Python Entwickler, IT-Spezialist

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

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    Kay

    moin, dein Beitrag ist ja schon etwas älter , aber ich frage dich trotzdem mal , da ich exakt die gleiche Konfiguration habe , wie du . der EBL 211 soll ja nicht so richtig für Lifepo4 Akkus ausgelegt sein. welches MPPT hast du? ich habe die Überlegung vom MPPT Lifepo4 Akkus zu gehen um die zu laden und nicht den Umweg. über den EBL 211 zu machen. welche Erfahrungen hast du ?

    1. Avatar
      Marco

      Hallo. Der EBL 211 könnte die LiPoFe4 Akkus laden. Aber das Problem ist wohl eher, dass im EBL211 (siehe Schaltplan vom EBL) nur ein Trenn-Relais verwendet wird! Hätte ich alles nur mit dem EBL 211 umgesetzt, wie ursprünglich geplant, wäre die volle Leistung der Fahrzeugbatterie auf z.B. entladene Wohnraumbatterie getroffen und das wäre sicher nicht gut gewesen! Auch der von dir erwähnte Umstand, dass der EBL 211 nicht zu 100 % LiPoFe4 geeignet ist, haben bei mir dazu geführt, dass ich einen Ladebooster von Schaudt verbaut habe. Das funktioniert richtig super.

      Zum Einsatz ist der Schaudt WA 121525 gekommen. Vorne im Motor habe ich einen VOTRONIC D+ Simulator Pro verbaut, da leider in meinem Handschuhfach kein Kabel mit Stecker von einem D+ Signal lag ;-(
      Aber ich bin sehr glücklich mit den Votrinic D+ Simulator. Diesen habe ich schön am Motorblock befestigt und eine Leitung unter dem Fahrzeug in einem Kabelkanal nach hinten geführt und dann zum Schaudt 121525 gelegt. Ich habe bewusst kein D+ Signal am EBL 211 angebracht! Der EBL 211 liefert einfach sofort unabhängig vom Ladebooster Strom und fertig. Geladen wird während der Fahrt oder über eine weitere Ladeeinheit mit Strom vom Campingplatz. Zum Einsatz ist ein Victron Blue Smart IP67 gekommen. Genial das Teil. Wenig Wärmeentwicklung und ich lasse die Batterie mit der niedrigeren Spannung langsam laden. Ich hoffe, ich konnte dir bei deinen Fragen behilflich sein.

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    Gunnar

    Hallo Marco, ich habe sowohl den EBL 211 als auch den WA 121525 verbaut. Dazu den Suncontrol für das Solarpanel. Bislang waren Starter und Aufbaubatterie je eine AGM. Nun habe ich für den Aufbau eine Lifepo4 besorgt. Den WA 121525 kann ich auf Lithium umstellen aber was mache ich IT dem EBL211. Dieser hat. Ur die Möglichkeit Lead-Gel oder AGM?

    1. Avatar
      Marco

      Hallo Gunnar. Mein Setup ist wie deines. Der EBL 211 kann schon LiFePo4 Akkus laden. Ich war aber nicht mit dem Wissen glücklich, dass es nicht ganz zu 100% die richtige Ladekurve ist. Hier ein Auszug aus der Kommunikation damals mit Schaudt zu genau der Frage, welche Einstellung für LiPeFe4 Akkus für den EBL 211: “soweit mir bekannt ist, können Sie Lithiumbatterien in der Einstellung Gel laden. Wenn die Lithiumbatterie ein Batteriemanagementsystem hat, stellt das im Normalfall kein Problem dar. Die Ladestufe des EBLs bringt 18A unter Netz mit 14,3V. Am Besten Sie erkundigen sich beim Batteriehersteller direkt, ob die Einstellung Gel passend ist mit 18A Ladestrom und einer IUoU Kennlinie.”

      Das war mir wie gesagt zu unsicher. Hinzu kommt, dass der EBL 211 maximal mit 18A Ladestrom lädt. Ich habe daher einen Victron Energy Batterieladegerät IP67 Wasserdicht 12V 24V Bleutooth Integriert gekauft. Ich bin super zufrieden damit. Mittels Handy kann alles bequem eingestellt und überwacht werden. Die 2 x 100Ah LiPeFo4 Akkus lade ich mit eingestellter reduzierter Ladeleistung, um die Akkus zu schonen. Den Artikel gibt es sogar noch auf eBay: https://www.ebay.de/itm/133552298304?var=433010462096

      Im Prinzip kannst du aber wie erwähnt auch den EBL211 nutzen. Hier solltest du die optimale Ladekennlinie gemäß deiner Akkus heraussuchen. Schaudt Kundendienst hat Gel empfohlen. Ich habe aber auch in anderen Foren gelesen, dass Blei/Säure auch für manche Akkus passend ist. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Keine 220V Versorgung am EBL 211 anschließen und ein Ladegerät z.B. den erwähnten Victron nutzen. Der Rest bleibt, wie er ist. Sowie man am Landstrom angeschlossen ist, übernimmt der Victron und/oder die Solar-Ladeeinheit den Ladevorgang oder während der Fahrt der Booster.

      Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Ausführung helfen.

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    Mia Book

    Hallo, wir haben den gleichen Ford und wollen den victron vcc 1212-30 als Ladewandler einbauen. In der Anleitung steht, dass dieser auch ohne D+ Signal genutzt werden kann. Ich konnte bisher aber leider noch nicht herausfinden, ob das mit dem Ford Transit möglich ist… warum hast du dich für den Simulator entschieden?
    Super Blog/Tagebuch übrigens 🙂
    Beste Grüße
    Mia

    1. Avatar
      Marco

      Hallo Mia. Also ich habe bei meinem Fahrzeug keinen D+ Stecker gefunden. Laut Foren und allem möglichen Quellen hätte ein Herstellerstecker hinter dem Handschufach sein sollen. Das war aber nicht der Fall. Daher habe ich es mir einfach gemacht und wollte nicht an der Fahrzeug-Elektronik Kabel trennen und irgendwo ein D+ Signal abgreifen. Das war mir zu heiß. Der D+ Simulator finde ich perfekt. Ich habe diesen vorne am Motorblock an einem Gewinde befestigt und eine 2-Adrige Leitung unter dem Fahrzeug zu meinem Victron verlegt. Sowie der Motor startet, wird die Wohnraumbatterie geladen. Wenn der Motor länger als 10 Minuten aus ist, geht der Simulator auch aus und die Ladung zur Wohnraumbatterie ist beendet. Hoffe, das hilft dir. Ansonsten einfach schreiben. Viel Spaß und schick mal Bilder vom Umbau 😉

      Es wäre nett, wenn du mir einfach schreiben könntest, ob du diesen Kommentar siehst bzw. eine Info erhalten hast. Würde mich mal interessieren, ob das Funktioniert.

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